In den letzten Jahren gab es einige Trends und Modeerscheinungen in der Lebensmittelbranche. Nur was ist es denn nun genau, Trend oder kurzfristige Modeerscheinung? Was versteht man unter vegane Ernährung und warum macht man das überhaupt? Und kann das gesund sein?

Was versteht man unter veganer Ernährung?

Vegane Ernährung bedeutet, alles geht, nur nichts vom Tier! Diese Ernährungsform ist ursprünglich aus dem Vegetarismus entstanden. Vielen Menschen reichte dies aber nicht mehr aus. Sie wollten komplett auf tierische Produkte verzichten und auf Produkte, die überhaupt irgendwie mit Tieren in Berührung gekommen sind. Als Gründe geben viele Veganer z.B. folgende Möglichkeiten an:

  • Tierschutz
  • Tierethik
  • Tierrechte
  • Umwelt- und Klimaschutz

Natürlich sind dies nur einige Gründe. Auch wird oft die eigenen Gesundheit angegeben. Viele Veganer glauben, das eine vegane Ernährung grundsätzlich besser und gesünder ist. Naja, dies ist leider nicht ganz so richtig. Viele müssen dann wegen Mangelerscheinungen zum Arzt, z.B. wegen Vitamin B12 Mangel. Diesen gilt es dann, mit Nahrungsergänzugsmitteln, auszugleichen. Ob das dann auch wirklich gesünder ist, mag ich nicht beurteilen. Es muss halt jeder selber wissen.

Aber es geht richtigen Veganern nicht nur um die Ernährung, viele gehen auch einen Schritt weiter. So wird zwingend darauf geachtet, das die Kleidung vegan produziert wurde und auch bei der täglich benutzten Kosmetik kein Tier in der Herstellung leiden musste. Wenn ich mich in meinem Bioladen des Vertrauens mal umschaue, dann sieht man mittlerweile wirklich massig Produkte, die mit Vegan gekennzeichnet sind. Und da gehören dann nicht nur Lebensmittel dazu, sondern auch Kosmetik und vegane Wasch- und Putzmittel.

Trend oder doch aus Überzeugung

Dies lässt sich mittlerweile eigentlich ganz klar beantworten. Vor Jahren wurden Veganer belächelt. Heute ist jedoch aus dem Trend Überzeugung geworden. Im Jahr 2016 wurde durch das Marktforschungsinstitut Skopos im Auftrag der Veganen Gesellschaft Deutschland e.V eine repräsentative Befragung durchgeführt, die zu dem Ergebnis kam, das in Deutschland mittlerweile 1,3 Mio Menschen vegan leben! Ich finde, dies ist eine beeindruckende Zahl! Das erklärt auch, warum immer mehr große Firmen die Auswahl an veganen Produkten um ein vielfaches erweitert haben. Früher eher ein Nischenprodukt, heute ein muss in jeder Produktentwicklungs-Abteilung.

Ist vegane Ernährung denn nun gesund?

Hier scheiden sich nun die Geister. Hier eine kleine Aufstellung, welche Nährstoffe gar nicht oder nur in ausreichenden Maßen zu sich genommen werden:

  • Calcium (z.B. fehlende Milch- und Käseprodukte)
  • Eisen (z.B. Fleisch)
  • Proteine (fehlendes Eiweiß)
  • Vitamin D (tierische Produkte
  • Jod (z.B. Fisch)
  • Kreatin (Fleisch und Fisch)
  • Vitamin B12 (fast ausschließlich in tierischen Produkten)

Hier nun eine andere Aufstellung, welche Nährstoffe im richtigen Maß aufgenommen werden:

  • Ballaststoffe
  • Cholesterin
  • Fettsäuren
  • Magnesium
  • sekundäre Pflanzenstoffe/Antioxidantien
  • Vitamin E

Man sieht, jeder muss für sich selbst entscheiden, was er mag und möchte. Jedoch wurde nachgewiesen, das eine vegane Ernährung aber auch folgende Krankheiten begünstigen kann, wie z.B. Osteoporose, Thrombose und Arteriosklerose. Im Gegenzug wirkt sich die Form der Ernährung positiv auf z.B. koronale Herzerkrankungen aus, welches in einer Metaanalyse von knapp 76000 Teilnehmern festgestellt wurde.

Fazit

Ganz klar, aus dem Trend ist in vielen Bereichen echte Überzeugung geworden. Egal aus welchem Grund man die vegane Ernährung bevorzugt oder praktiziert, es hat alles immer ein FÜR und ein Wider. Fairerweise muss man den Veganern zugute halten, das sie etwas für die Umwelt tun, und das ist wirklich ernst gemeint. Während Fleischesser, die einen durchschnittlichen Fleischkonsum haben,  pro Tag eine Treibhausgasemission von ca 5,63 kg Co2-Äquivalente verursachen , verursachen Veganer jedoch nur 2,89 kg Co2-Äquivalente Treibhausgas.

Auch gibt es mittlerweile so viele Ersatzprodukte, angefangen bei „Milchprodukten“ aus Hafer, Soja oder Reis, bis hin zu Fleischersatzprodukten aus Soja, Weizen oder Lupinen. Und ich muss sagen, einige davon schmecken sogar richtig lecker. Dazu kann man aus Grünkernschrot richtig leckere „Frikadellen“ machen oder aus Sonnenblumenhack eine richtig leckere Bolognese zaubern. Eine letzte Frage stellt sich mir jedoch jedes Mal im Bioladen oder Supermarkt. Warum müssen diese Ersatzprodukte genauso heißen wie das Original und auch so aussehen? Und was ich auch nicht so ganz nachvollziehen kann ist, dass viele Veganer zwar Vegan aus Überzeugung und wegen dem Tierwohl sind, aber dann nicht ganz konsequent die Ernährung auf Bio-Lebensmittel umstellen. Denn wer das Tierwohl unterstützt, sollte doch auch das Menschenwohl unterstützen, z.B. faire Arbeitsbedingungen und faire Tarif-Gehälter! Dies konnte mir leider bisher noch kein Veganer erklären.

17 Kommentare.

  • Danke für deinen Beitrag. Ich habe noch nie Fleisch gegessen und das auch nur, weil mir die Tiere leid tuen. Dabei sind mir die Menschen (auch wenn es sich schlimm anhört) egal. Sie können sich wehren und sich andere Jobs suchen. Tiere aber nicht. Trotzdem guter Beitrag 😀

  • Danke für diesen informativen Beitrag. Ich selbst esse „nur“ Hühnerfleisch (Schwein usw. schmeckt mir einfach nicht), verurteile aber niemanden, der dies tut. Jeder sollte selbst entscheiden und mit den Konsequenzen (bzw. Gewissen) leben 🙂

    Liebe Grüße,
    Jessi

  • Interessanter Beitrag. Ich persönlich könnte mir nicht vorstellen mich nur vegan zu ernähren. Es gibt tolle vegane Kreationen wo man nicht mal schmeckt dass es vegan ist. Bis zu nemgewissen grad hätte ich schon gesagt dass vegan eine Lebenseinstellung ist.
    Glg Karolina von https://kardiaserena.at

  • Anna Klumpska
    23. Januar 2018 0:30

    Mir gefällt dieser Betrag garnicht.
    1. Es muss nicht jeder selber wissen! Tieren wird unendlich viel Leid zugefügt und sie können sich nicht selber wehren. Dieses Tierleid muss endlich aufhören.
    Es ist absolut schrecklich was Tieren minütlich angetan wird.
    2. B12 wird den Tieren zu gefüttert. Ich ziehe es vor B12 selbst einzunehmen ohne den Umweg über tierische Leichenteile .
    3. Calcium steckt in Mandeln und vielen Nüssen. In Broccoli und anderen grünen Blattgemüse. Veganer leiden daran keinen Mangel . Ganz im Gegenteil. Milch entzieht dem Knochen Calcium. Osteoporose ist in der westlichen Welt enorm verbreitet.
    4. Proteine. Das alte blödsinnige Argument. Linsen, Hülsenfrüchte, Soja enthalten unglaublich viel Eiweiß.
    5. Vitamin D ist auch in tierischen Produkten nicht in ausreichender Menge vorhanden. Sonnenlicht in moderater Form versorgt den Körper besser mit Vitamin D.
    6. Jod bekommt man über Algen viel gesünder als über mit Schwermetallen und Pestiziden belasteten Fisch.

    Wenn ich mir die veganen und fleischessenden Menschen so anschaue, glaube ich dass es in beiden Gruppen gesund oder ungesund lebende Menschen gibt.
    Bei veganer Ernährung aber viele krank machende Nahrungsmittel ausgeschlossen sind. Gibt hunderte Studien hier zu. Besonders in Bezug auf Herz Kreislauf Erkrankungen. Häufigste Todesursache in unserer westlichen Welt. Aber auch viele autoimmun und Krebs Erkrankungen werden durch Milch oder Fleisch verursacht.

    Auch die Umweltbelastung ist durch die Massentierhaltung extrem, vom Welthunger ganz zu schweigen.
    Es gibt keinen Grund Tiere weiterhin so zu quälen wie es zur Zeit geschieht. Wir haben so viele pflanzliche Lebensmittel als alternativen und wenn die Massentierhaltung aufhören würde, könnte alle in Bioqualität angebaut werden .

    Insgesamt ist euer Artikel sehr allgemein und oberflächlich gehalten und ungenau.

    Wie ihr seht ist für mich vegane Ernährung kein Trend sondern Überzeugung.

  • Ein sehr interessanter, informativer Artikel. Ich esse nicht übermäßig viel Fleisch aber ab und zu habe ich schon sehr gerne mal ein Schnitzel auf dem Teller.
    Liebe Grüße
    Sigrid

  • Also ich halte nichts davon kein Fleisch zu essen, sondern vielleicht weniger und auf die Qualität zu achten. Aber das muss jeder für sich entscheiden
    http://carrieslifestyle.com

  • Ich finde den Artikel gut und neutral geschrieben. Ich habe mich viel mit veganer Ernährung befasst, privat wie beruflich und kann mich weder für noch wider entscheiden. Deswegen gibt es mittlerweile nur noch 1x die Woche gutes Fleisch (keine Massentierhaltung), ich kaufe Bio-eier und Soja Milch und koche sonst vegan oder Vegetarisch. Aber rein den Tieren zur Liebe. Ab und zu mache ich eine vegane Woche, aber auf Dauer schmeckt mir das ewige Gemüse futtern einfach nicht. Solange man auf artgerechte Haltung achtet, muss es nicht vegan sein.
    Liebe Grüße
    Dorie von http://www.thedorie.com

  • Vielen Dank für den netten Kommentar!Ich finde bei Fleisch auch besser, lieber 1 x richtig gut statt ständig billig!
    Gruß, Christian

  • Auch Dir danke für Deinen Kommentar. Jeder muß selbst entscheiden, was er möchte. Wir essen auch gelegentlich Fleisch, achten dann aber auf Bio-Qualität!
    LG, Christian

  • Hallo und danke!
    So ist es bei uns auch, wir achten dann halt auf die Qualität!

  • Hallo Anna,
    danke für Deine kritische Rückmeldung!
    Wie schon geschrieben, jeder muß für sich selber wissen was er möchte. Jede Ernährungsform hat seine Vor- und Nachteile! ich persönlich finde, das man auf eine ausgewogene Ernährung achten muß, dann sollten auch keinerlei Mangelerscheinungen auftreten.
    LG,
    Christian

  • Hallo Oliver,
    tja, genau das ist leider dass, was ich persönlich dann nicht verstehen kann.
    Man kann doch nicht nur Tierwohl über Menschenwohl stellen?! Aber das muß jeder mit sich selbst vereinbaren können und dann ist auch gut.
    LG
    Christian

  • Hi Jessica,
    danke für Deinen Kommentar!
    Gruß,
    Christian

  • Gudrun Eibl
    5. Februar 2018 21:56

    Liebe Anna, deiner Meinung schließe ich mich voll und ganz an!
    Ich bitte deshalb um gründliche Recherche bevor solche Thesen über angeblicher Mangelernährung bei Veganern aufgestellt werden!

  • Lieber Christian,

    nein da liegst Du leider falsch. Omnis machen es sich da zu einfach.
    Wenn durch Massentierhaltung meine, unsere Umwelt kaputt gemacht wird, Treibhausgase ansteigen, der Regenwald für Sojabohne ( Tierfutter ) weichen muss, Meere leer gefischt sind…usw, dann ist Ernährung keine Privatsache mehr!!!
    Ich bin Rohköstler / Veganer und mir gehts gut. Atilla Hildmann als Sportler zeigt wie es geht. Franz Konz hat vor Jahren den von Wissenschaftlern, Ärzten und Politikern hoch gelobten “ Der grosse Gesundheitskonz “ heraus gebracht. Wandmaker aktuell Zeitung informiert regelmässig über Gesundheit, Ernährung und Umwelt.
    Wenn ich mir die Jugend auf Messen wie der Rohvolution ansehe, stelle ich erfreut fest, dass es immer mehr werden die sich für eine gesunde Lebensweise, gesunde Umwelt und für einen ethischen Tierschutz entscheiden.
    In meinen Augen gehört Fleisch.- und Fischnahrung auf die Verbotsliste!

  • Hallo,
    mit jedem Bissen Fleisch sollen Sie die Höllenangst, Schreie u. Schmerzen der Tiere begleiten!
    Was Sie essen ist nicht Ihre Privatsache!

  • […] garnieren und fertig ist ein erfrischender, leckerer, lactosefreier, glutenfreier und komplett veganer […]

Menü