Momentan ist es in aller Munde – Plastik! Oder viel mehr, was das Plastik mit der Umwelt und uns Menschen anrichtet. Auf Dauer macht es alle krank. Warum ist das so? Dies werden wir hier aufklären und dazu tolle Alternativen zur herkömmlichen Plastiktüte aufzeigen!

Europameisterschaft im Plastikmüll – Deutschland landet auf Platz 4! Nur Irland, Luxemburg und Estland sind noch schlechter als Deutschland! Und wen interessiert es? Keinen!

37 kg Plastik pro Kopf

37 kg Plastikmüll im Durchschnitt erzeugt jeder Deutsche und liegt damit im EU-Durchschnitt schlappe 6 kg pro Kopf über seinen  EU-Nachbarn! Wir sollten uns alle ein Beispiel an den Kroaten nehmen, denn dort wird lediglich im Schnitt 12,4 kg Plastikmüll pro Kopf erzeugt!  Warum ist das so in Deutschland? Egal was man in den Geschäften kauft, alles ist in Plastik eingepackt. In Deutschland ist das ganze Leben schnelllebiger geworden, gegessen wird unterwegs und der morgendliche Kaffee ist oft ein „Coffee to go“. Da liegt es ja auf der Hand, denn die verpackten Sachen müssen ja auch möglichst lange frisch bleiben und toll aussehen. Ein Sandwich vom Bäcker-in Folie eingeschweißt. Der Becher für den Coffee to go-am besten auch aus Plastik, denn so bleibt er länger warm. Irgendwie muss man ja auf die Quote von 37 kg pro Kopf kommen.

Aber auch alle Dinge des täglichen Bedarfs sind in Plastik eingepackt. Es fängt beim Gemüse an und hört dann bei seiner Lieblingszeitschrift auf. Beim Gemüse liest man immer wieder, das die Plastikverpackung ein „Transportschutz“ wäre. In meinen Augen völlig sinnlos! Die Folie um die Lieblingszeitschrift dient dann auch als „Transportschutz„…die einzelnen Seiten könnten ja verknickt werden oder nass werden! Auch hier: für mich völlig sinnlos! Am schlimmsten jedoch sind diese Verpackungen, wo man alles doppelt eingepackt hat, außen Pappe und innen Folie (z. B. Kekse oder Spülmaschinentabs). Dies sind jetzt nur ein paar Beispiele, die aufzeigen sollen, das in Deutschland Plastik völlig sinnlos eingesetzt wird.

Medien klären auf

Jedoch wird der Aufschrei über die Müllproduktion in Deutschland immer größer. Dazu tragen in der modernen Zeit teilweise schockierende Bilder im Internet und den sozialen Medien bei.  Auch bei Wikipedia gibt es dazu einen schockierenden Bericht.

Ein Video von Terra X verdeutlicht es knallhart:

Noch ein Video gefällig? Hier kann man sehen, was der Müll mit unserer Natur und den Tieren macht! Er tötet sie!

Durch solche Bilder sollten einem doch die Augen geöffnet werden und jeder sollte für sich versuchen, seinen Plastikmüll drastisch zu reduzieren!

Was können wir tun?

Seit ein paar Jahren kosten Plastiktüten im Handel ca. 30 Cent das Stück. Jedoch reicht das für uns nicht aus. Tüten aus Plastik sollten generell verboten werden! Da hat sich in der letzten Zeit auch einiges getan. Selbst bei den Discountern bekommt man mittlerweile nachhaltige Fairtrade Baumwolltaschen, die man eine lange Zeit nutzen und sogar waschen kann. Dies ist ein erster guter Schritt in die richtige Richtung!

Auch nutzen Kunden ihre Taschen und Kisten heutzutage mehrmals zum Einkaufen. Hier sieht man, das doch so langsam ein umdenken stattfindet. Das ist auch ganz wichtig für die Zukunft der Umwelt, der Erde und der Menschen auf dieser Erde. Denn sonst ersticken wir irgendwann in unserem eigenen Müll!

Unverpackt, was?

In Deutschland sind in den letzten Jahren viele sogenannte „unverpackt Läden“ entstanden. Der Grund und der Erfolg für diese Läden ist ein ganz simpler: Müllvermeidung!

Hier kann man mit seinen eigenen Behältern oder Beuteln einkaufen gehen und die Dinge des täglichen Bedarfs in genau der Menge „lose“ kaufen, wie man es braucht. Man mag Müsli? Ganz einfach: man kauft dort eine handvoll loser Körner, ein paar Trockenfrüchte und Nüsse. Genau die Menge, die man schafft, zu verbrauchen. Vorteil: man kauft die Ware lose und produziert keinen Müll durch seine selber mitgebrachten Behälter oder Taschen.

Und genau das wollen wir mit „Mein Biolädchen“ auch voll unterstützen! Sobald wir unseren Laden eröffnen wird es auch bei uns die Dinge des täglichen Bedarfs in der „unverpackten Variante“ geben. Dort werden wir dann mit einem Standard-Grundsortiment anfangen und dieses dann den Kundenwünschen anpassen. Denn auch wir werden absolut nachhaltig arbeiten und Wirtschaften!

Moderne Alternativen zum Plastik

In der Bio-Branche hat es sich in der letzten Zeit schon richtig gut eingebürgert, das die Kunden ihre eigenen Taschen oder Papiertüten mit bringen und diese so oft nutzen, bis diese förmlich auseinander fallen. Und das klappt auch wunderbar für die verschiedensten Produkte: für frische Brötchen, Kartoffeln und für das Obst und Gemüse! Geht nicht? Probiere es mal aus, Du wirst erstaunt sein, wie oft man diese Papiertüten nutzen kann. Selbst an der Bedientheke klappt das wunderbar! Einfach seine gereinigte Tupperschale mitbringen und statt ner Plastik- oder Papiertüte bekommt man den Käse oder die Wurst direkt in seinen Behälter geschnitten! Auch gibt es mittlerweile Tüten in den Obst- und Gemüse-Abteilungen, die aus Maisstärke gemacht werden. Diese Tüten sind sogar voll kompostierbar! Dazu haben  einige Firmen angefangen, Ihre Verpackungen umzustellen. So hat z. B. Vivani die Alufolie um ihre Schokoladen durch voll kompostierbare Nature-Flex-Folie ersetzt. Die Firma Spielberger hat ihre Verpackungen auch wieder auf 100% Papier umgestellt. Vielleicht folgen ja auch noch andere Firmen diesen Beispielen, damit man dem Verpackungswahnsinn entgegenwirken kann.

Unsere Lieblinge

Kennst Du …take5nets? Nee? Dann hast Du was verpasst! Denn die Firma again & again ist eine Startup- Firma aus England, die sich auf Mehrwegtaschen für Brot, Obst oder Gemüse spezialisiert hat!

Ziel von again & again ist sowohl die Einweg-Plastiktaschen als auch die Einweg-Papierverpackungen langfristig und nachhaltig zu ersetzen. Verpackungsmüll ist am gefährlichsten für unser Ökosystem und schädigt hinterlistig und unerbittlich die menschliche Gesundheit! Der Weg zur Müllvermeidung und gesunden Ernährung war noch nie so attraktiv und schlicht wie heute!

Materialien:
Die wiederverwendbaren Taschen für Obst & Gemüse …take5nets bestehen aus 100 % neuwertigem Polyester und erfüllen bei der Prüfung den OEKOTEX-Standard, das heißt, dass sie für den Kontakt mit Lebensmitteln bestens geeignet sind! Wieso Polyester? Es wurde Polyester gewählt, da es bei niedrigen Temperaturen waschbar, besonders robust & langlebig und für den Kontakt mit Lebensmitteln
sicher ist. Außerdem verlangt es weniger Platz und ist unglaublich leicht für die täglichen Einkaufsbedürfnisse! Man kann ohne Sorgen die …take5nets mit ihrem Inhalt in den Kühlschrank legen und dort bis zur Benutzung aufbewahren. Übrigens, die …take5nets sind bis zu 700 Mal waschbar, ohne ihre Farbe oder Form zu verlieren!

BeeFoodWraps-plastikfrei ist eine Firma aus Süd-Deutschland, die eine super Alternative zur Plastik- oder Alufolie entwickelt hat. Auch hier gibt es viele verschiedene Größen und Anwendungsarten für die Wraps. Sauber, hygienisch und einfach toll! Leicht zu reinigen und zu 100 % aus Bienenwachs und GOTS-Baumwolle! Versuche es mal, dann brauchst Du keine Frischhaltefolie mehr! Versprochen…

 

Unser Fazit

Ganz klar, mit dieser Müllproduktion und der Verschwendung von Ressourcen kann und darf es auf Dauer nicht weiter gehen! Hier ist die Politik gefordert bestimmte Maßnahmen einzuleiten. Hoffen wir das Beste!

Aber jeder Einzelne für sich kann sich mal hinterfragen, ob er nicht etwas an seiner eigenen Müllproduktion ändern kann! Obst & Gemüse ohne die doofe Tüte kaufen, wenn möglich auch lose und nicht noch extra in Folie eingeschweißt!

Mal mit seinem eigenen Beutel zum Bäcker gehen um Brot oder Brötchen zu kaufen! Warum nicht? Ist doch nichts Schlimmes und man hat ein gutes Gefühl dabei!

Also, findet Euren eigenen Weg verantwortungsvoller mit Euch und Eurer Umwelt umzugehen! Es ist nicht schwer, tut nicht weh und je mehr Menschen damit anfangen, umso mehr können wir gegen die Müllproduktion tun!

Im Netz gibt es unter dem Thema zerowaste ganz viele tolle Seiten wenn Ihr unsicher seid, wie und wo Ihr damit anfangen könnt!

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