Viele Menschen reagieren in der heutigen Zeit skeptisch auf die Aussage, das Bio-Lebensmittel wirklich besser und gesünder sind. Zurecht, denn in der Öffentlichkeit herrscht in vielen Dingen immer noch ein Irrglaube. Wir versuchen nun, diesen Irrglauben zu erklären.

In den Köpfen vieler Leute, die sich noch wenig mit Bio-Produkten auskennen, hält sich das Gerücht, das diese gesünder als konventionelle Lebensmittel sein müssen, da Bio-Produkte doch deutlich teurer als normale Produkte sind. Das man das natürlich so nicht an den Preisen festlegen kann, sollte für jeden verständlich sein. Aber zu den Preisen komme ich in einem der nächsten Blog-Beiträge. Bio-Lebensmittel können nicht als Gesundheitsfördernd eingestuft werden, es sind ja auch keine Medikamente!

Biologische vs. konventionelle Landwirtschaft

Jedem, der sich ein wenig mit Bio-Lebensmitteln und dem Hintergrund der biologischen Landwirtschaft beschäftigt hat, dem sollten Unterschiede aufgefallen sein.

Hier nun mal  einige davon:

  • in der biologischen Landwirtschaft werden KEINE Pestizide eingesetzt –  jedoch wird in der konventionellen Landwirtschaft Chemie gespritzt ohne Ende
  • in der biologischen Landwirtschaft wird auf eine Fruchtfolge geachtet, damit sich der Boden jedes Jahr „erholen“ kann und so sein Nährstoffgehalt behält –  in der konventionellen Landwirtschaft wird gepflanzt, was gerade Saison hat, ohne auf den natürlichen Nährstoffgehalt zu achten (zum Ausgleich gibts ja die Chemie)
  • in der ökologischen Landwirtschaft wird nur mit zugelassenen organischen und mineralischen Düngemittel und nur nach Bedarf gedüngt – in der konventionellen Landwirtschaft wird mit Nitrat-, Ammonium- und Harnstoffdünger sowie leicht lösliche Phosphordünger gedüngt (absolut verboten in der biologischen Landwirtschaft) Quelle: Bund ökologische Landwirtschaft

Es sollte klar sein, dass diese genannten Unterschiede zwangsläufig nicht gesund für den Boden und den Menschen sein können. Auch sollte jedem bewusst sein, das sich diese chemischen Rückstände im Boden ablagern und sich daher auch in erhöhter Form in den Lebensmitteln befinden müssen.

Was ist nun an Bio wirklich besser?

Die Frage lässt sich nicht so ganz einfach klären, denn dazu gehören einige Aspekte, wie z.B. die Bodenfruchtbarkeit, die geringere Pestizidbelastung und natürlich auch das persönliche Gefühl, sich und der Umwelt mit dem kauf von Bio-Lebensmitteln etwas Gutes getan zu haben.

Dass Bio-Lebensmittel nicht gesund machen, jedoch gesünder für unsere Umwelt und den eigenen Körper sind, ist in einigen Studien belegt worden.  Was dazu in der Bio-Branche verboten ist, ist die Veränderung des Genpools der Pflanzen, jedoch in der konventionellen Branche gang und gebe, z.B. genmanipulierter Mais. Keiner kann ganz genau sagen, was die Veränderung der Gene in den Pflanzen für Langzeitfolgen für die Umwelt haben werden. Dazu kommt noch, dass biologisch erzeugte Lebensmittel von vielen Firmen sehr viel umweltschonender produziert werden, z.B. die Fruchsäfte von Voelkel.

Fazit:

Jeder sollte für sich selber entscheiden, was er möchte. Möchte ich die konventionelle, ausbeuterische Landwirtschaft der großen Firmen wie Monsanto, die nur auf Profit und Masse aus sind, unterstützen? Oder doch den besseren, umweltschonenden Weg und unterm Strich durch die geringere Umweltbelastung auch gesünderen Weg gehen? Will ich große Konzerne unterstützen oder doch die regionalen Bauern und Bioläden bevorzugen, die heute noch ganz oft inhabergeführt sind? Achte ich somit auf kürzere Anlieferungswege und kaufe keine Flugware? Das sind für uns dann doch die Gründe, warum wir sagen, Bio-Lebensmittel sind gesünder als konventionelle Lebensmittel – für Mensch, Tier und die Umwelt!

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