Und jährlich grüßt das Murmeltier! Es ist eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann die „pseudo“ Bio-Eier der Discounter wieder einen Eier-Skandal auslösen!! Hier erklären wir Dir, warum Du sofort auf echte Bio-Eier deutscher Bio-Anbauverbände umsteigen solltest!

In Deutschland verputzt jeder im Schnitt 235 Eier

Eier sind in den meisten Lebensmittelläden der Artikel, welche Stückmäßig im ganzen Jahr am meisten verkauft werden! Wenn man bedenkt, das in Deutschland ca. 82,8 Mio Menschen leben und jeder Mensch im Jahr durchschnittlich 235 Eier verputzt (Quelle: Statista) braucht es eine Menge Hühner, um so viele Eier zu produzieren. In meinen Augen ist dann jedoch das Schlimmste daran, dass die Kunden nicht mehr als maximal 1,29 € für 10 Eier ausgeben möchten. Eigentlich sieht man hier schon, dass diese Gleichung nicht aufgehen kann. Genau das ist der Grund, warum die „schwarzen Schafe“ der Branche immer neue Methoden finden, um die benötigte Menge Eier zu noch günstigeren Preisen produzieren zu können. Das Ende vom Lied: jedes Jahr wiederkehrende Skandale (z. B. in 2017 der Fipronil-Skandal und 2018 der Salmonellen-Skandal) um Eierproduktion und Hühnerhaltung!

Konventionelle Eierproduktion vs Bio-Eier Produktion

Um diesen ganzen Skandalen vorzubeugen und entgegenzuwirken bleibt eigentlich nur eine Möglichkeit: den Eierkonsum nur noch auf Bio-Eier deutscher Bio-Anbauverbände wie Demeter, Bioland und Naturland zu beschränken! Hier kann man sich sicher sein, das man vernünftige Ware bekommt, ohne den Faden Beigeschmack der konventionellen Massentierhaltung zu haben!

Mal zum Vergleich:

Bioland-, Naturland- und Demeter-Zertifizierung erlauben die Haltung von 6 Legehennen bzw. 10 Masthühnern pro Quadratmeter Stallfläche, wobei ein Zugang zum Freiland vorhanden sein muss. Jedem Tier müssen darin 4 Quadratmeter zur Verfügung stehen.

 

 

In der konventionellen Bodenhaltung dürfen bis zu 9 Legehennen pro Quadratmeter und bis zu 6000 Hennen pro Stall gehalten werden – ohne Zugang zum Freiland.

Also, unter welchen Umständen soll Dein Osterei „produziert“ werden?

 

5 Gründe echte Bio-Eier zu kaufen

1. keine Unterstützung der konventionellen Massentierhaltung

2. artgerechte Tierhaltung nach den Richtlinien der Bio-Anbauverbände Demeter, Bioland und Naturland und nicht die Eier, die nur nach EU-Richtlinien produziert wurden!

3. Hühner, die am Ende ihres Lebens stehen, werden nicht als Müll oder Tierfutter entsorgt, sondern werden nach Ihrer Lebensdauer noch zu hochwertigen Bio-Geflügel-Produkten verarbeitet (z. B. der Naturlandbetrieb Blume Serkshof in Bad Sassendorf,  (http://www.blume-serkshof.de/)

4. Bio-Eier haben ein viel intensiveres Eigelb

5. Bio-Eier schmecken einfach besser

Aktuell entstehen außerdem immer mehr Initiativen in der Bio-Branche, die versuchen, das leidige Töten der männlichen Küken zu verhindern. Über folgende Seiten kann man sich diesbezüglich noch weitere Informationen holen, z. B. Bruderhahn-Initiative (hier wird in die Aufzucht der männlichen Kücken investiert) oder die Initiative ökologische Tierzucht (hier wird mit 1 Cent pro Ei die Züchtung des Zweinutzungshuhn voran getrieben). Dies sollte in meinen Augen die Normalität und der Standard für die Bio-Branche werden.

Was bedeutet eigentlich der Stempel auf dem Ei?

Immer, wenn man ein Ei kauft, fällt einem sofort der Stempel mit einem geheimnisvollen 10-stelligen Code auf dem Ei auf. Doch was bedeutet diese lange Zahl?

Eigentlich ganz einfach, wenn man es weiß. Man kann mit diesem Code erkennen, aus welchem Haltungstyp das Ei stammt ( 0=Bio, 1=Freilandhaltung, 2=Bodenhaltung, 3=Käfighaltung). Die nächsten 2 Zeichen sind der Ländercode ( 2 Buchstaben für den EU-Mitgliedstaat, in dem das Ei produziert wurde, zum Beispiel AT=Österreich, BE=Belgien, DE=Deutschland und NL=Niederlande. Gefolgt von den nächsten 2 Zahlen, die dann das Bundesland bestimmen, von wo die Eier stammen, z. B. 05=NRW. Die letzten 5 Zahlen des Codes bestimmen dann den Erzeugerbetrieb.

Dazu gibt es folgende Größenklassen für Eier:

XL sehr groß 73 und darüber
L groß 63 bis unter 73
M mittel 53 bis unter 63
S klein unter 53

Fazit

Gegen ein buntes Frühstücks-Ei ist natürlich nichts einzuwenden. Aber man sollte die Herkunft des Eis verfolgen. So sollte man lieber ein paar Cent mehr für ein echtes Bio-Ei ausgeben, um so nicht diese grausame Massentierhaltung der konventionellen Produzenten zu unterstützen. Außerdem hilft man in den meisten Fällen den regionalen Bio-Bauern, kommt natürlich darauf an, wo man sein Bio-Ei kauft. Dazu kommt, dass man mehr sinnvolle Initiativen unterstützt, die Alternativen gegen das sinnlose Töten der männlichen Küken entwickeln.

Menü